Grundschüler im Spielfieber

Turnier – Rund 400 Kinder kämpften um den Sieg beim ersten Völkerball-Cup der Gustav-Werner-Schule

Die große Vorfreude und Aufregung war bei den rund 400 Kindern schon lange vor dem Anpfiff zu spüren. Sie fieberten dem ersten Völkerball-Cup in der Walddorfhäslacher Ballspielhalle entgegen. »Wir hatten mit acht, neun Teams gerechnet. Am Schluss haben sich aber 18 angemeldet«, berichtet Sportlehrer Grischa Jauch, der das Turnier mit seinen Kollegen und einer Vielzahl von Schülern der Gustav-Werner-Schule organisierte.

Es war nicht leicht, am Donnerstag den Überblick zu bewahren, so viele Kinder wuselten durch die Halle. Die Teams waren in vier Gruppen eingeteilt. Die Spiele, die jeweils maximal 15 Minuten dauerten, gingen gleichzeitig auf drei Spielfeldern über die Bühne.

Turniere zu organisieren, gehört mit zu den Aufgaben des Gremiums der Schülermitverantwortung (SMV). Doch betraf dies bisher nur die Hauptschüler. Seit Kurzem sitzen aber auch die erstmals gewählten Klassensprecher der 3. und 4. Klasse in der SMV. Und deshalb stand nun einmal ein Turnier für diese Altersklasse auf dem Programm.

Jauch überlegte sich eine Sportart und kam schnell auf Völkerball. »Es gibt doch kein Kind in der Grundschule, das Völkerball nicht kennt«, meint er. Und noch einen Vorteil hat diese Sportart: Jungen und Mädchen können sie sehr gut gemeinsam spielen.

Zusammen mit den Schülern stieg Jauch in die Vorbereitungen ein. Die Kinder malten die Plakate, und Jauch setzte sich mit anderen Grundschulen im Umkreis in Verbindung. Rübgarten, Gniebel, Pliezhausen, und Häslach sagten schließlich zu. Dazu kamen natürlich noch die Teams des Veranstalters, der Gustav-Werner-Schule. Von Anfang an waren die Kinder voll dabei. Seit Wochen war das Turnier Gesprächsthema Nummer eins. »Es war für sie eine ganz wichtige Sache«, erzählte Jauch.

In zwei Altersklassen wurde am Donnerstag gespielt. In der Klassenstufe drei siegte Pliezhausen (3c) vor Gniebel, Walddorf (3b) und Rübgarten. Bei den Vierern hatte Walddorf (4a) vor Gniebel und Rübgarten die Nase vorn. Die Erstplatzierten erhielten große Pokale.

»Die Stimmung war toll. Es hat allen riesigen Spaß gemacht«, kommentierte Rektor Ralf-Michael Röckel das Turnier. Weil es auf so große Resonanz stieß, soll es im kommenden Jahr wiederholt und vielleicht auch einmal zu einer festen Institution werden. (GEA)