Eine der ältesten Schulgemeinden«

Jubiläum – Die Walddorfhäslacher Grund- und Hauptschule feiert ihren 50. Geburtstag mit fünf Veranstaltungen.

WALDDORFHÄSLACH. Der Neubau der Walddorfer Grund- und Hauptschule auf den Weiherwiesen wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Den runden Geburtstag will die Schule »nicht mit einem großen Fest, sondern mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, die übers Jahr verteilt sind, feiern«, erklärt Rektor Ralf-Michael Röckel. Den Auftakt macht der Vortrag von Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der Reutlinger Bruderhaus Diakonie, am Donnerstag, 15. März, 19.30 Uhr, in der Aula der Schule.
Bauer spricht dann über das Leben und Werk von Gustav Werner. Das hat einen besonderen Grund: Seit 35 Jahren trägt die Walddorfer Schule den Namen Gustav Werners. Früher hieß sie evangelische Volksschule.
Die heutige Bruderhaus Diakonie, die sich im christlichen und sozialen Sinne um junge und alte Menschen in schwierigen Lebenslagen kümmert, hat ihre Wurzeln ebenfalls in Walddorf. Hier lebte und arbeitete Gustav Werner als Vikar von 1834 bis 1840. Danach zog er mit seinen Kindern und Zöglingen nach Reutlingen, wo 1855 das Bruderhaus entstand und 1881 die Gustav-Werner-Stiftung ins Leben gerufen wurde, die 2004 zusammen mit dem Haus am Berg in Bad Urach zur Bruderhaus Diakonie zusammengefasst wurde.
Auf eine noch längere Zeit kann die Schule in Walddorf zurückblicken. Sie gibt es bereits seit 456 Jahren. Röckel: »Damit zählt der Ort zu den ältesten Schulgemeinden in Baden-Württemberg.«
Zum Jubiläumsauftakt am Donnerstag stellt Röckel auch die Festschrift »Wir feiern Geburtstag – 50 Jahre Schule in den Weiherwiesen« vor. 120 Seiten ist sie stark und hat viele aktuelle und alte Bilder aus dem Schulalltag. »Alle, die hier einmal in die Schule gegangen sind, werden sich in dem Buch wiederfinden«, meint Röckel.
Außerdem verkauft die Klasse sieben der Gustav-Werner-Schule am Donnerstag zum ersten Mal ihre in alter Seifensieder-Tradition selbst hergestellte »Jubiläumsseife«, die ein historisches Bild der Schule zeigt. Musikalisch wird die Auftaktveranstaltung vom Schulchor unter der Leitung von Gudrun Schaal umrahmt.
Insgesamt sollen fünf Veranstaltungen das Jubiläumsjahr begleiten. Drei stehen laut Röckel bisher fest. Die erste ist der Bauer-Vortrag über Gustav-Werner am Donnerstag. Danach folgt im April eine Ausstellung von Bildern der Walddorfhäslacher Künstlerin Professor Dagmar Bauer. Bei diesem Projekt »Kunst trifft Schule« werden die Schüler unter Anleitung Bauers auch selbst Bilder aus Salzkristallen herstellen. Für den September ist eine weitere Veranstaltung geplant. Dann wird Erich Müller-Gaebele von der Pädagogischen Hochschule in Weingarten berichten, wie sich der Schulunterricht in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. (GEA)