Pippi, Kalle und Michel in der Vitrine

Lindgren-Schau läuft

Sie schlummert eher im Stillen, die Kinder- und Jugendbücherei in der Gustav-Werner-Schule. »Es gibt einige Leute im Ort, die wissen gar nicht, dass wir so etwas haben«, meint Rektor Ralf-Michael Röckel. Dabei hat die Schulbibliothek mit öffentlicher Ausleihe eine Menge zu bieten: über 2 000 Jugend- und Kinderbücher, jede Menge Kassetten und Compact Discs (CD).
»Von den Grundschülern wird die Bibliothek sehr gut angenommen«, berichtet Röckel. Um die Kinder- und Jugendbücherei kümmert sich in erster Linie Lehrerin Inge Heimburger-Röhrle. Ihr zur Seite steht seit zwölf Jahren schon Friedel Krämer. Als ihr Sohn damals in die Grundschule ging, bot sie sich an, mitzuhelfen.
Seit dieser Zeit organisiert sie die Ausleihe und die Ordnungssysteme in der Bücherei, die zweimal die Woche auch für die Öffentlichkeit geöffnet hat: montags von 15.15 bis 15.45 Uhr und mittwochs von 12 bis 12.30 Uhr.
Die Walddorfhäslacher Kinder- und Jugendbücherei war jetzt auch die Grundlage für die Astrid-Lindgren-Ausstellung in der Aula der Gustav-Werner-Schule. Bildungseinrichtungen, die eine eigene Bibliothek haben, konnten diese Ausstellung zum 100. Geburtstag der weltbekannten, schwedischen Autorin bei der Staatlichen Fachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium Tübingen buchen. »Wir sind froh, dass das jetzt geklappt hat«, sagt Rektor Röckel. So sind jetzt eine Woche lang jede Menge Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren zu sehen, wie Pippi Langstrumpf, Kalle Blomquist oder die lustigen Michel-Geschichten.
Die Besucher der Ausstellung erfahren aber auch einiges über das Leben und das Werk von Astrid Lindgren. So setzte sich die Erfinderin starker und selbstbewusster Kinderfiguren, die in fantasievollen Geschichten viele Abenteuer erleben, ihr Leben lang für die Rechte der Kinder und für ein Aufwachsen in einer gewaltfreien Gesellschaft ein.
Lindgrens Bücher sind in vielen Ländern erschienen und in insgesamt 92 Sprachen übersetzt worden. Einige dieser Beispiele findet man nun auch in der Walddorfhäslacher Ausstellung, die Schüler und Kindergartenkinder vormittags nach Voranmeldung besuchen können. Ansonsten ist die Schau bis zum 29. November, montags (15 bis 16 Uhr), dienstags (15.30 bis 16.30 Uhr) und donnerstags (15.45 bis 16.45 Uhr) geöffnet. Nach Walddorfhäslach wird die Ausstellung in elf weiteren öffentlichen Bibliotheken des Regierungsbezirks Tübingen zu sehen sein. (vit)