Spielfreude war kaum zu bremsen

Das Völkerball-Turnier der Gustav-Werner-Schule lockte über 350 Grundschüler an.

Die Kinder sind kaum zu bremsen. Sie sprinten über das Spielfeld, weichen fast akrobatisch den fliegenden Bällen aus, während ihre Mitspieler, Helfer und Fans am Rand schreien, jubeln, anfeuern. Es ist schwer den Überblick zu bewahren, so wuselt es in der Walddorfhäslacher Ballspielhalle. Der Grund für das freudige Durcheinander: Die Gustav-Werner-Schule veranstaltet zum zweiten Mal ihr Völkerball-Turnier für Grundschüler.
Seit Wochen freuen sich die Jungs und Mädchen der Klassen drei und vier auf dieses Turnier. Für sie bedeutet es: Ein Tag lang kein Unterricht, nur Spiel, Sport, Spaß und viel Bewegung.
Mehr als 350 Kinder machten in diesem Jahr beim Völkerball-Turnier in Walddorfhäslach mit. 16 Mannschaften, die nach Klassenstufen in zwei Gruppen unterteilt waren, suchten ihre Meister. Die Teams kamen nicht nur aus Walddorf und Häslach. Auch Grundschüler aus den Nachbarorten Gniebel, Rübgarten und Pliezhausen waren mit von der Partie.
“Solche Spiele stärken die Klassengemeinschaft”, weiß Sportlehrer Grischa Jauch, der mit der SMV und seinen Fünftklässlern das Turnier organisiert hat. Für die Kinder sei es sehr reizvoll einmal gegen andere Schulen zu spielen. Und nach solchen Turnieren hätten die Kinder auch wieder genug Kraft “für die tägliche Sitzarbeit” gesammelt.
Jedes Team hat 20 Feldspieler. Jungs und Mädchen spielen in einer Mannschaft zusammen, “da ist der ganze Klassenverband drin”, erklärt Jauch. Seine Fünftklässler sind überall unterwegs. Sie spielen mit ihren roten Kappen weithin sichtbar den Ordner, nehmen die Spielzeit, verkaufen Essen und Getränke, um ihre Klassenkasse aufzubessern. Und die Lehrer übernehmen an diesem Tag den Part des Schiedsrichters.
“Das klappt alles ganz gut”, sagt Jauch am Rand des Turniers. Er hat zusammen mit Rektor Ralf Michael Röckel die Arbeit im “Wettkampfbüro” übernommen. Beide haben alle Hände voll zu tun, um alle eingehenden Informationen auszuwerten. Der Lärm in der Halle ist enorm und die Spielfreude der Kinder überwältigend.
Und am Ende gibt es dann auch noch Sieger. Bei der Klassenstufe drei hatte jetzt die Grundschule Rübgarten vor der 3b der Gustav-Werner-Schule die Nase vorn. Bei den Viertklässlern setzte sich die 4b der Gustav-Werner-Schule gegen die 4c der Pliezhäuser Grundschule durch. Und im kommenden Jahr soll es wieder ein Völkerball-Turnier geben, verspricht Jauch. (GEA)