Weltmeisterlicher Rat für Nachwuchs

Sport – Gustav-Werner-Schüler wurden erstmals Fußball-Kreismeister bei »Jugend trainiert für Olympia«

Glückwunsch und Urkunde vom Fußball-Weltmeister für erfolgreiche Kicker der Gustav-Werner-Schule. Obere Reihe: Guido Buchwald, Micha Müller, Florian Gschwind, Philipp Schreiber, Hakan Durmus, Robin Schraitle, Sportlehrer Grischa Jauch.
Untere Reihe: David Haar, Pietro Quadrino, Daniele Quadrino.

Die Freude unter den Nachwuchsfußballern der Gustav-Werner-Schule war riesengroß. Erst wurden die Grundschüler beim Drei-Löwen-Cup (»Jugend trainiert für Olympia«) Kreismeister, dann erhielten sie ihre Sieger-Urkunde auch noch aus den Händen eines Fußballweltmeisters. »Man sieht richtig, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind«, freute sich Guido Buchwald über die erfolgreichen Jungkicker.
Es sei wichtig, dass in der Schule nicht nur auf Mathematik oder Englisch Wert gelegt werde, sondern dass »auch Sport und Bewegung im Vordergrund stehen«, betonte Buchwald. Deshalb hält er auch den Drei-Löwen-Cup, der für Grundschüler der Klassenstufe drei und vier ausgeschrieben ist, für eine »tolle Sache des Landes Baden-Württemberg«. Buchwald: »Ich unterstütze eine solche Aktion sehr gerne.«
Den Walddorfhäslacher Kickern gab er jetzt noch einige Trainer-Weisheiten mit auf den Weg. »Vorne werden die Tore geschossen, aber hinten werden die Spiele gewonnen«, unterstrich der Fußballweltmeister die Bedeutung der Abwehrspieler in einer Mannschaft. Und als einer der Schüler gestand, dass er einmal mit einer Schwalbe einen Elfmeter herausgeholt habe, versuchte Buchwald, den jungen Kicker wieder auf den Pfad der Fußball-Tugend zurückzuführen. »So etwas sollte man nicht unbedingt machen«, erklärte der Weltmeister von 1990 dem Jungen. Wenn man mit einer Schwalbe auffliege und deshalb vom Platz gestellt werde, könne man auch seine eigene Mannschaft entscheidend schwächen. Sechseinhalb Jahre war Buchwald, der in Walddorfhäslach wohnt, Spieler und Trainer in Japan. Nach seinem Kurzengagement beim Fußballl-Zweitligisten Alemannia Aachen genieße er jetzt die Freizeit, meinte er. Doch irgendwann wolle er wieder als Fußballtrainer arbeiten. »Ich habe einige Anfragen aus Deutschland und dem Ausland erhalten, auch für das Amt eines Nationaltrainers«, berichtete Buchwald. Es sei allerdings bisher »nichts dabei gewesen, was ich machen möchte«.
Auch Rektor Ralf-Michael Röckel freute sich über den Schulbesuch des Weltmeisters. Am liebsten hätte er Buchwald gleich für ein Probetraining mit den Jungkickern auf dem Bolzplatz vor der Schule engagiert.
Aber die Grundschüler haben schon einen guten Trainer. Sportlehrer Grischa Jauch hatte die acht Kicker fit für das Drei-Löwen-Turnier gemacht, das vor einer Woche auf dem Rasenplatz des Reutlinger Bildungszentrum Nord (BZN) über die Bühne gegangen war. Die Gustav-Werner-Schüler haben dort keines ihrer sieben Spiele verloren. Nach einem Match liefen sie sogar als 9:0-Sieger vom Platz. Ihr Torverhältnis insgesamt bei dem Turnier war 28:2.
Als Nächstes steht das Finale des Regierungsbezirks auf dem Programm. Die Schüler müssen deshalb am 29. April nach Biberach reisen. Kommen sie dort unter die ersten vier, dürfen sie zum Landesfinale Ende Mai nach Stuttgart. Jauch, der selbst ein »begeisterter Sportler« ist, hält Turniere wie den Drei-Löwen-Cup für »eine wichtige Sache«. Solche Ereignisse würden lange im Gedächtnis der Schüler haften bleiben.