Ihnen gelingt etwas Besonderes

Mitreißendes Fest der Gustav-Werner-Schule mit viel Musik, Akrobatik und Theater

Der Schulchor präsentierte drei packende Szenen aus einem Klima-Musical, die Theater AG spielte ein selbst verfasstes Theaterstück über das soziale Miteinander, die Musikgruppen überzeugten mit fetzigen Musikstücken und der Zirkus »Schulini« begeisterte mit akrobatischen Kunststückchen – der Gustav-Werner-Schule gelang am Mittwoch wieder einmal ein mitreißendes Schulfest in der Gemeindehalle.

Das Publikum war an diesem Nachmittag recht prominent besetzt. Neben Staatssekretär Dieter Hillebrand war auch Ida Reichenecker von der Reutlinger Industrie- und Handelskammer zum Schulfest gekommen. Sie gratulierte Rektor Ralf-Michael Röckel zum Berufswahl-Siegel, das die Gustav-Werner-Schule jüngst erhalten hat. Mit diesem Siegel zeichnet die Landesstiftung Baden-Württemberg Schulen aus, die sich »in herausragender und beispielhafter Weise um ihre Schüler bemühen und ihnen bei der Wahl eines Berufes mit Rat und Tat zu Seite stehen«.
»Ihnen gelingt hier etwas ganz Besonderes«, lobte Reichenecker die pädagogische Arbeit der Schule. Sie sei beeindruckt, wie es der Schule gelinge, die örtlichen Gewerbetreibenden in diese Arbeit zu integrieren. Durch die gute Kooperation von Schule und Gewerbe hätten die Schüler nicht nur bessere Berufsaussichten, sie erhielten dadurch auch ein nachhaltiges Selbstbewusstsein. Genauso sieht es auch Bürgermeisterin Silke Höflinger, die deshalb mit Blick auf Schulpolitik des Landes forderte: »Unsere Grund- und Hauptschule muss erhalten bleiben.«
Beim Schulfest stand diesmal die musische Ausbildung der Gustav-Werner-Schule im Vordergrund. Der Schulchor unter Leitung von Gudrun Schaal begann die Veranstaltung mit Ausschnitten aus dem Klima-Musical »Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde«. Dieses Musical hat den Klima-Wandel zum Inhalt. Selbst am Nordpol ist es heiß. Die Sommer sind keine richtigen Sommer mehr, Schollen schmelzen und die Luft wird schlechter. »Wir müssen etwas tun«, sagen sich Eisbär und Pinguin und machen sich auf die Reise, um die Welt zu retten. Das Musical führen die Schüler in voller Länge am Montag, 21. Juli, in der Schulaula auf.
Die Theater AG (Leitung Carmen Bachmann) zeigte beim Schulfest ein eigenes Stück, das den Erwachsenen vor Augen hielt, dass auch sie noch im sozialen Umgang miteinander etwas dazu lernen können. Im Mittelpunkt des kleinen Stückes stehen zwei zerstrittene Familien, die nebeneinander wohnen, und die durch ihre Kinder am Ende den Streit überwinden.
Mit großer Begeisterung waren auch die Zirkus-Kinder bei der Sache. Zusammen mit Sportlehrer Grischa Jauch hatten sie viele kleine Kunststücke und akrobatische Übungen einstudiert. Als Zirkusorchester fungierte diesmal das Jugendblasorchester des Musikvereins unter Leitung von Simon Kaden.
Für musikalische Abwechslung sorgten auch die Orff-AG und die Flötenkinder. »Die musische Ausbildung ist eine wichtige Säule im Schulprofil«, betonte Rektor Röckel, dem es gelang am Mittwoch den Ablauf des Schulfests so zu forcieren, dass alle noch rechtzeitig zuhause das EM-Halbfinale anschauen konnten. (GEA)