Umweltfreundliche Antriebe heute und morgen

Ein Schülerprojekt der Gustav-Werner-Schule in Walddorfhäslach


Seit Jahren ist bekannt, dass der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs eine Ursache für die Klimaerwärmung ist und dass die fossilen Treibstoffe in der Zukunft knapp und teuer werden. Durch diese Tatsache und den hohen Ölpreis im Sommer 2008 entstand im Unterricht der Klasse 9 eine Diskussion über mögliche Alternativen zum Verbrennungsmotor in Fahrzeugen.
Da unsere Schule auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 70 Kilowatt hat, kamen wir Schüler auf die Idee, dass es möglich sein müsste, Fahrzeuge mit Elektromotoren zu bauen und diese umweltfreundlich mit Solarstrom zu betreiben. Wir Jungen waren wie elektrisiert von diesem Gedanken und bildeten eine Projektgruppe.

Statt stinkende 2-Takt-Roller zu finanzieren, wollten wir unsere Fahrräder zu Elektrorädern um-bauen. Im Internet waren bald die nötigen Bauteile und Elektromotore gefunden. Die Eltern spon-serten das Projekt und mit Hilfe unseres Klassenlehrers machten wir uns an den Umbau.
Schon nach wenigen Nachmittagen konnte René die erste Proberunde mit seinem umgerüsteten Elektrorad im Schulhof drehen. Die Begeisterung war nicht zu übertreffen und steckte auch Pat-ricks Opa an. Für ihn bauten wir ein weiteres Rad um, mit dem er seither elektrisch jeden Berg hinauf fährt.
Als dann die Presse über unser Projekt berichtete, kamen so viele Interessenten auf uns zu, dass wir ein geschenktes Damenrad zum Elektro-Vorführrad umrüsteten, um die Technik präsentieren zu können. Inzwischen sind wir mitten in einer kleinen Umbauserie, die jedoch bis zum Beginn unserer Abschlussprüfung beendet werden muss, da wir dann unsere Zeit für die Prüfungen brauchen.
Durch all diese Erfahrungen angeregt, sammelten wir Informationen aus der Welt des Elektro-Fahrzeugbaus, die wir in unserer kommenden Projektprüfung verwenden werden, um eine inte-ressante Präsentation zu gestalten.