Das nächste Umweltprojekt ist in Planung: eine Solartankstelle

Schule – Die Elektrofahrräder der drei Walddorfhäslacher Schüler René Bender, Patrick Hätinger und Justus Mattedi wurden zum Renner. Große Nachfrage

Das Elektrofahrrad, das drei Walddorfhäslacher Schüler für ein Schulprojekt entwickelt haben, ist zu einem großen Renner geworden. Schon 15 Räder haben René Bender, Patrick Hätinger und Justus Mattedi inzwischen mit einem batteriebetriebenen Elektromotor umgerüstet. Wenn die drei Schüler nicht gerade mitten in ihrer Abschlussprüfung an der Gustav-Werner-Schule stecken würden, könnten sie ohne Pause an den Rädern weiterarbeiten.
»Als der GEA und das Radio über die Geschichte berichtet haben, ist eine wahre Bestellungsflut über uns hereingebrochen. Inzwischen gibt es eine lange Warteliste«, bestätigt Konrektor Norbert Fehrle die große Nachfrage nach Elektrofahrrädern.
Nach ihrer Abschlussprüfung werden die drei Hauptschüler im Sommer aber die Gustav-Werner-Schule verlassen. Sie alle haben bereits eine Lehrstelle gesucht und gefunden, wobei ihnen das Elektrofahrrad-Projekt, das auch Thema ihrer Prüfung in dieser Woche ist, sicher geholfen hat. Mattedi wird eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker, Hätinger zum Industriemechaniker und Bender zum Straßenbauer antreten.

»Ich werde in den nachfolgenden Klassen herumfragen, ob jemand das Projekt weitermachen möchte«, berichtet Fehrle. Aber eigentlich hat er schon anderes im Sinn. Er möchte mit den Schülern eine Solartankstelle an der Gustav-Werner-Schule aufbauen. Fehrle: »Die Fotovoltaik-Paneele für die Ladestation haben wir bereits.« Es wäre die »logische Fortführung unseres Elektrofahrradprojektes«. An der Solartankstelle könnten dann die umgerüsteten Räder mit Sonnen-Strom »betankt« werden.
Doch das ist noch Zukunftsmusik. Vorerst haben sich Mattedi, Hätinger und Bender noch eine andere große Aufgabe gestellt. Sie wollen am kommenden Montag, 4. Mai, ab 11 Uhr der Öffentlichkeit eine Ausstellung präsentieren, bei der umweltfreundliche Antriebe vorgestellt werden. Auf dem Hof der Schule werden dann Roller, Motorräder und Autos vorfahren, die mit einem Elektromotor ausgerüstet sind.
Die drei Schüler waren von ihrem Projekt so begeistert, dass sie in ihrer Freizeit weitergeforscht haben. Dabei sind sie darauf gestoßen, dass es bereits heute »hervorragende Elektroroller« gibt, wie Fehrle erklärt, die hauptsächlich in China hergestellt werden. Die Schüler haben die Roller bei einem Händler in Reutlingen ausprobiert und waren von den leisen Fahrzeugen so angetan, dass sie sie »auch einmal einer größeren Gruppe zugänglich machen wollten«, wie Fehrle erzählt.
Die Schüler haben sich zudem mit ihren selbst gefertigten Elektro-Fahrrädern und der öffentlichen Präsentation von Elektrofahrzeugen beim Schülerwettbewerb der Zeitschrift Fokus zum Thema »Mobilität – Was bewegt uns morgen?« beworben. Am Montag wird das Projekt von einem Gutachter beurteilt. (GEA)