Weltmeister Buchwald drückt die Daumen

Grundschüler haben zum dritten Mal hintereinander das Kreisfinale des Drei-Löwen-Cups gewonnen

Fußballweltmeister Guido Buchwald ist beeindruckt. Die Walddorfer Grundschüler haben zum dritten Mal hintereinander das Kreisfinale beim Drei-Löwen-Cup gewonnen. “Das hat noch keine Schule geschafft”, freut sich Sportlehrer Grischa Jauch. Am Dienstag wird er mit seinen Jungs zum Oberschulamtsfinale nach Biberach fahren. Wenn sie dort unter die ersten Vier kommen, kicken sie am 17. Juli im Landesfinale auf dem Stuttgarter Schlossplatz um den Siegerpokal.
Buchwald ist der Pate des Turniers, das aus “Jugend trainiert für Olympia” hervorgegangen ist. Veranstaltet wird es von der Stuttgarter Nahverkehrsgesellschaft Drei-Löwen-Takt. In diesem Jahr sind landesweit 1500 Grundschulen mit ihren Fußball-Teams dabei.
Der Drei-Löwen-Cup ist einer der Gründe, warum Buchwald noch nicht als Zuschauer bei der Fußball-WM in Afrika ist. “Ich habe derzeit aber auch noch viele Fernsehtermine, wie zum Beispiel den Fernsehgarten. Deshalb konnte ich noch nicht weg. Aber ab dem Viertelfinale will ich in Südafrika sein. Ich hoffe, dass Deutschland dann noch dabei ist”, sagt der Fußballweltmeister von 1990.
Buchwald hat auch wieder seinen nächsten Fußball-Job in Aussicht. Ab 1. Juli soll er Berater der japanischen Fußballnationalmannschaften – der Männer wie der Frauen – werden. “Ich stehe momentan mit den Verantwortlichen in konkreten Verhandlungen”, verriet Buchwald am Rande des Pressetermins in der Gustav-Werner-Schule. Allerdings wird er nicht wieder nach Japan gehen. Von seinem Heimatort Walddorfhäslach aus betreut er für die Japaner den Bereich Europa, wohin es inzwischen viele japanische Nationalspieler zieht.
Vorerst hat Buchwald aber die Walddorfer Grundschüler im Blick. Für das Oberschulamtsfinale in Biberach drückt er ihnen kräftig die Daumen. Er hat auch viel Respekt vor den Lehrern, die für das landesweite Fußballturnier viel von ihrer Freizeit opfern und “sich über das normale Maß hinaus engagieren”. (GEA)