Netzwerk-Direkter Draht

Rund 80 Betriebe machen mit, um Hauptschülern den Übergang in Berufswelt zu ebnen

Knapp 40 Gewerbetreibende haben inzwischen eine Bildungspartnerschaft mit der Gustav-Werner-Schule in Walddorfhäslach unterzeichnet.
Weitere 40 wollen noch vor den Weihnachts-Festtagen ihre Unterschrift unter die Vereinbarung setzen. »Grundlage dieses außergewöhnlichen Erfolges der Gustav-Werner-Schule ist ein breit angelegtes Konzept zur Berufsvorbereitung, das Schülerinnen und Schüler frühzeitig in Kontakt zur betrieblichen Praxis bringt«, kommentierte jetzt Walter Herrmann die bemerkenswerte Unterschriften-Aktion in der Schule.

Für den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Reutlingen (IHK) hat die Walddorfhäslacher Hauptschule »früher und engagierter als andere Schulen in der Region ein Netzwerk mit außerschulischen Partnern etabliert«. Er habe das Gefühl, dass einfach jeder Betrieb im Ort bei diesen Bildungspartnerschaften dabei sei. Die Gustav-Werner-Schule demonstriere eindrucksvoll das Potenzial einer ganzen Schulart, betonte Hermann. Während andere glaubten, sie könnten die Hauptschule abschreiben, »legt diese Schule eine Vermittlungsquote von 100 Prozent vor«.
Die direkte Zusammenarbeit mit Betrieben vor Ort sei ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für die Berufsvorbereitungen von Schülerinnen und Schülern. »Viele Jugendliche erfahren erst in der Praxis, was sie wirklich drauf haben«, so Herrmann weiter.
Auch Schulrat Udo Paulus hält das Netzwerk der Gustav-Werner-Schule mit den Gewerbetreibenden für vorbildlich. Die Schüler würden optimal auf das spätere Berufsleben vorbereitet.
Dies könne aber nur gelingen, »wenn alle, vom Hausmeister, dem Kollegium bis zum Rektor, aber auch die Gemeinde und örtlichen Betriebe an einem Strang ziehen«. Die Unterzeichnung der Vereinbarungen sei jetzt eine »Dokumentation dieser funktionierenden und nachhaltigen Kooperation«. (vit)