Erhaltung der Streuobstwiesen

Eine Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein Walddorfhäslach

Am letzten Schultag vor den Osterferien fuhren bei sonnigem Wetter die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 auf die Streuobstwiesen des Obst und Gartenbauvereins Walddorfhäslach und sammelten Geäst auf. Zweig auf Zweig, Ast auf Ast, im Nu war ein großer Haufen dürres Holz am Wegrand entstanden. Die Schüler leisteten bei ihrem schweißtreibenden Arbeitseinsatz praktische Landschaftspflege und zugleich »Amtshilfe« für den Obst- und Gartenbauverein.

Streuobstwiesen sind ein besonders strukturreicher, artenreicher Lebensraum bzw. Biotop.
Unter dem Oberbegriff „Streuobstwiese“ lassen sich alle Bestände starkwüchsiger und großkroniger Obstbäume (überwiegend Hochstämme) zusammenfassen, deren Unterwuchs als Mähwiese oder Viehweide genutzt wird. Obwohl sich der Begriff im engeren Sinne von den „gestreut“, also in unregelmäßigen Abständen bzw. vereinzelt auf Wiesen oder Feldern stehende Bäume ableiten lässt, sind damit alle Obsthochstammbestände mit Grünland-Unterwuchs gemeint. Allein die Bäume können bis zu 1000 verschiedenen Arten von wirbellosen Tieren Lebensraum bieten.
Blüten, Blätter und Holz sind Nahrungsgrundlage besonders für Insekten. Obstwiesen sind als Rückzugsraum für die Vogelwelt von großer Bedeutung.
Der 2. Vorsitzender Bernd Lentz wies die Schüler gleich zu Beginn der Aktion in ihre Arbeit ein und erklärte ihnen die Zusammenhänge in einem Naturschutzgebiet und wie wichtig für die Umwelt der »aktive Landschaftsschutz« ist. Wenn man die Wiesen nicht freiräume, würden sie veröden und damit die Biotop-Vielfalt zerstören. Auch der Zeitpunkt für die Reisigaktion war genau richtig. Der Boden war nicht gefroren und das Gras war noch nicht zu hoch.
Die aufeinander geschichteten Reisighaufen wurden in den darauf folgenden Tagen zum Häckselplatz gebracht und das Häckselgut dient wieder als Streugut.