Geschafft, aber glücklich

Rund 350 Schüler kämpften beim Völkerballturnier in Walddorfhäslach um den Sieg

Draußen vor der Ballspielhalle war es völlig ruhig, drinnen ging aber richtig die Post ab. Rund 350 Kinder aus sechs Grundschulen wetzten über die Spielfelder, warfen sich gegenseitig ab oder feuerten ihre Mitschüler lautstark an. Rund vier Stunden dauerte das Völkerballturnier der Gustav-Werner-Schule. Am Ende waren alle geschafft, aber glücklich, Lehrer wie Schüler.

“Völkerball ist der Sport, der in der Grundschule am meisten angesagt ist”, erklärte Sportlehrer Grischa Jauch, der das Turnier für die Klassen drei und vier nun schon zum sechsten Mal organisiert hat. Neu mit dabei waren dieses Mal die Schlaitdorfer Grundschüler.
“Die Kinder fiebern richtig auf das Turnier hin. Und sie sind wahnsinnig bei der Sache”, freut sich Jauch. Völkerball hat auch den Vorteil, dass fast die ganze Klasse mitspielen kann. Diesmal waren es jeweils 16 Mädchen und Jungs pro Mannschaft.
Jauch zählt noch weitere Vorteile dieser Sportart auf. Zum Beispiel: “das soziale Lernen”. Die Schüler gewinnen und verlieren zusammen. Sie haben “eine unheimliche Freude am Spiel, müssen aber bei einer Niederlage auch mal Frustration aushalten”. Ebenso kommen verschiedene Begabungen zum Tragen und können sich gegenseitig erfolgreich ergänzen. Jauch: “Der eine Schüler wirft gut, ist aber langsam. Der andere wiederum kann schnell rennen und geschickt ausweichen.”
“Wir haben hier in der Ballspielhalle optimale Bedingungen. Wir können gleichzeitig auf drei Feldern spielen. Sonst könnten wir das Ganze nicht an einem Vormittag abwickeln”, meint Jauch. Dennoch ist für das Turnier ein Riesenaufwand nötig. Aber aller Stress hat sich am Ende gelohnt, “wenn man sieht, welchen Spaß die Kinder haben”.
Natürlich gab es auch wieder eine Reihe von Gewinnern. Bei den dritten Klassen siegte Walddorf (3b) vor Rübgarten und Pliezhausen (3b). Bei den Viertklässlern hatte Pliezhausen (4a) die Nase vorn. Zweiter wurde Häslach vor Gniebel und Walddorf. (vit)