Gelungener Auftakt für die Gemeinschaftsschule

Endlich gehts los!

Am Dienstagmorgen, 11.09.2012 wurden 45 Mädchen und Jungen im Rahmen einer Einschulungsfeier in die 5. Klassen der Gustav-Werner-Schule, die in diesem Schuljahr als eine von 42 Schulen als Gemeinschaftsschule an den Start geht, feierlich aufgenommen. Neben Rektor Ralf Röckel richteten auch Bürgermeisterin Silke Höflinger und Thomas Poreski, MdL Bündnis 90/Grüne, das Wort an Schüler und Eltern. Musikalische Beiträge und Darbietungen von Schülern rundeten das Programm ab.

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Gustav-Werner-Schule lauschten die neuen Gemeinschaftsschüler, ihre Eltern und Verwandten gespannt dem musikalischen Auftakt der Feier, einem Liedbeitrag mit dem passenden Titel „Hip Hop, Schule ist top“, den der Schulchor, unter Leitung von Gudrun Schaal, extra für diesen Anlass vorbereitet hatte, bevor dann Rektor Ralf Röckel alle Gäste herzlich willkommen hieß.
Nach einem Musikstück an Klavier und Trompete ergriff Bürgermeisterin Silke Höflinger das Wort. „Ihr seid die Schüler der ersten Stunde“, begrüßte sie die neuen Fünftklässler und hob die vielen Vorteile der neuen Schulart hervor, in der körperliche und geistige Aktivitäten vernetzt werden und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt steht. In der Gustav-Werner-Schule werde seit Jahren fachlich und pädagogisch sehr erfolgreich gearbeitet. Die Bürgermeisterin prophezeite den Schülern eine wunderschöne und erfolgreiche Zeit in dieser Schule, in der der Geist Gustav Werners lebe und sein Motto, „was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“, gelebt werde.
Auch Thomas Poreski, MdL Bündnis 90/Grüne, der extra zu diesem Anlass angereist war, richtete das Wort an die Anwesenden. Dies sei ein besonderer Tag für die Gemeinschaftsschule und die Bildungspolitik im Land. Die Einführung der Gemeinschaftsschule bedeute mehr Vielfalt und individuelle Förderung. Gerade das sei besonders wichtig, denn „auf jedes Kind kommt es an“, so der Landtagsabgeordnete. Keine Verteilung der Schüler auf Haupt-, Realschule oder Gymnasium, sondern gemeinsames Lernen, wie es in der Gemeinschaftsschule, wo alle Kinder willkommen sind, der Fall sein wird, soll bei den Schülern zu mehr Freude und mehr Erfolg führen, da alle mit- und voneinander lernen können. „Die Gustav-Werner-Schule hat vieles schon in ihrer bisherigen Arbeit angelegt“, lobte Poreski. Nun stehe sie wie alle Gemeinschaftsschulen im Mittelpunkt und habe Vorbildfunktion. Im Namen der Landespolitik wünsche er der Schule und den neuen Schülern alles Gute.

Nach der Ansprache von Thomas Poreski MdL ging es im Programm mit einem englischen Sherlock Holmes-Theaterstück, das die 7.Klässler unter Leitung von Frau Haile aufführten, weiter. Die Schüler begeisterten das Publikum mit ihren Schauspielkünsten und perfekt sitzenden englischen Dialogen. Als Zugabe stimmten sie anschließend noch den aktuellen Charthit „Hollywood Hills“ der Band Sunrise Avenue an, welcher das Publikum sofort zum Mitklatschen animierte.
Nun wandte sich Ralf Röckel wieder an Schüler und Eltern und schilderte, was Gemeinschaftsschule aus seiner Sicht bedeutet, nämlich ein leistungsorientiertes und sozial gerechtes Bildungsangebot, das durch längeres gemeinsames Lernen bessere Ergebnisse ermögliche. Man lasse sich auf persönliche Lernwege der Kinder ein, um jedes von ihnen optimal zu fördern. Vielfalt wird in der Gemeinschaftsschule als Chance gesehen und so wolle man gemäß dem V8-Prinzip auf vielfältigen Wegen mit vielfältigen Menschen an vielfältigen Orten zu vielfältigsten Zeiten mit vielfältigen Materialien in vielfältigen Schritten mit vielfältigen Ideen in vielfältigen Rhythmen zu gemeinsamen Zielen kommen. Das sehr gute pädagogische Konzept der Gustav-Werner-Schule sei Grund für die Auswahl gewesen. Nun gelte es, Schule „neu zu denken, neu zu definieren“.
Nach einer erfrischenden Tanzeinlage der Schülertanzgruppe Black Birds, unter Regie von Heike Herzog wurden die Lehrer der 5.Klässler vorgestellt und jedes Kind wurde aufgerufen und bekam ein eigenes Lerntagebuch vom Klassenlehrer ausgehändigt.
Der Zirkus Schulini bot den neuen Gemeinschaftsschülern und ihren Eltern im Anschluss daran einen Vorgeschmack auf das, was sie im kommenden Schuljahr neben Lernen und Unterricht auch erwartet. Die Schüler von Zirkus-AG Leiter Grischa Jauch zeigten atemberaubende Akrobatik auf Einrädern, jonglierten geschickt mit Bällen und Kegeln und zeigten tolle Diabolo-Tricks.
Bevor die gelungene Feier mit einer musikalischen Einlage von Irene Nonnenmacher am Klavier und Michael Fingerle an der Trompete und anschließender Bewirtung bei strahlendem Sonnenschein im Schulhof zu Ende ging, zitierte Rektor Ralf Röckel noch aus einem Brief von Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer an die Starterschulen. Diese seien „Pioniere einer vollkommen neuen Schulart“ und „erfolgreiche Schulen, die das Neue wagen“. „Wir haben diesen Tag herbeigesehnt“, ließ Röckel die Anwesenden wissen. Er ist sich sicher, dass die Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule ein Erfolgsmodell für die Zukunft wird.