Erlebnistage in Sigmaringen

Gemeinschaftsschüler on tour


Am Donnerstag und Freitag in der ersten Schulwoche fanden für die Gemeinschaftsschüler und deren Lehrer Erlebnistage in Sigmaringen statt. Die Erlebnistage sollten den Schülern, die aus vielen verschiedenen Orten an die Gustav-Werner-Schule kommen, die Gelegenheit bieten sich und die Lehrer kennenzulernen, zu einer Gemeinschaft zu werden und den Start an der neuen Schule erleichtern.
Nach der Ankunft an der Hohenzollern-Jugendherberge in Sigmaringen nutzten die Schüler dort gleich das schöne Wetter, um die großzügigen Außenanlagen der Jugendherberge zu erkunden. Es war für jeden etwas dabei – Bolzplatz, Volleyballfeld und Tische, um mitgebrachte Gesellschaftsspiele zu spielen oder gemütlich zusammen zu sitzen.
Am Nachmittag stand der erste Programmpunkt an. Zu Fuß ging es am Sigmaringer Schloss und an der Donau vorbei zum Hochseil-Kletterpark. Dort entschied sich der Großteil der Schüler die Herausforderung Hochseilparcours anzunehmen. Für die Schüler, die nicht im Hochseilparcours klettern wollten, gab es als Alternativprogramm Minigolf auf dem Gelände und einen Niedrigseilparcours.

Bevor es in bis zu zehn Meter Höhe hinaufgehen konnte, wiesen die Kletterguides die Schüler und Lehrer ein und unter gegenseitiger Hilfe wurden die Kletterausrüstungen angelegt. Dann konnte es endlich losgehen. In Zweierteams bestiegen die Schüler die verschiedenen Ebenen des Hochseilparcours. Oben angekommen bewältigten sie verschiedene Schwierigkeitsstufen und bewiesen hierbei neben viel Mut und Abenteuergeist, dass sie mit voller Konzentration bei der Sache waren und über eine gute Körperbeherrschung verfügen. Beim Klettern stand besonders das Teamwork im Mittelpunkt, sei es beim gegenseitigen Sichern oder beim Überwinden der Stationen, hier erlebten die Schüler was „Gemeinschaft“ bedeutet. In verschiedenen Höhen balancierten sie über Seile, Autoreifen oder Baumstämme von einer Plattform zur nächsten. Die Schüler konnten jedoch nicht nur von der Gruppenerfahrung profitieren, sondern das Überwinden der Stationen in schwindelerregender Höhe forderte auch von jedem Einzelnen viel Mut und Selbstüberwindung, so dass Grenzen ausgetestet werden konnten und alle persönliche Erfolgserlebnisse hatten.
Nachdem mehrere Stunden voller Eifer geklettert wurde, beendeten die Schüler den Tag im Hochseilgarten an der Riesenschaukel aus zehn Metern Höhe, in der Geschwindigkeiten bis zu 70 Stundenkilometer erreicht werden. Alle waren sich einig, dass dies am meisten Spaß machte und ein gelungener Abschluss des Hochseilgartens war.
Zurück in der Jugendherberge waren alle hungrig und freuten sich über das leckere Essen – Salat, Nudeln mit dreierlei Soßen und Eis zum Nachtisch. Dann wurde die freie Zeit bis zur Nachtruhe genutzt, um Spiele, Fußball oder Volleyball zu spielen oder miteinander auf den Zimmern zu reden. Um zehn Uhr mussten dann alle in den Zimmern sein, denn am nächsten Tag wartete die Kanutour auf der Donau, für die alle ausgeruht sein sollten.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück und der Zimmerreinigung mit Shuttlebussen nach Gutenstein, dem Startpunkt der circa vierstündigen Kanutour. Dort angekommen stellten alle schnell fest, wie kühl es war und erfuhren von Kanu-Guide Susanne, dass die Donau an diesem Morgen nur sechs Grad hatte. Da sich alle einig waren, nicht in das kalte Wasser fallen zu wollen, hörten Schüler und Lehrer genau zu, was Susanne erklärte. Alle zogen sich Schwimmwesten an, verstauten ihre Sachen in wasserdichten Stautonnen und schon konnte es losgehen. In Viererkanus machten sich alle in ihren Kanus auf den Weg nach Sigmaringen. Das Kanufahren machte allen großen Spaß. Auf der zehn Kilometer langen Fahrt ging es vorbei an Enten- und Schwanenfamilien, hohen Felsen und über Stromschnellen. Auf der Hälfte der Strecke gab es eine Vesperpause an Land, in der alle ihre Arme etwas erholen und die Sonne genießen konnten. Dann ging es mit vereinten Kräften weiter. Am Ende der Strecke wartete die Bootsrutsche, der Höhepunkt der Tour. Am Ziel angekommen waren die Schüler zwar erschöpft, aber allen hatte die Tour sehr gut gefallen. Das Kanufahren klappte sogar so gut, dass kein Boot kenterte und somit alle einigermaßen trocken aus den Booten stiegen.
Das Ende der Kanutour war auch schon das Ende der Erlebnistage und der Bus holte Schüler und Lehrer zur Heimfahrt ab.
Die Erlebnistage – darin sind sich alle einig – haben viel Spaß gemacht. Die Schüler konnten sich kennenlernen und wuchsen durch die gemeinsamen Erlebnisse, wie Hochseilgarten und Kanufahrt, zu einer Gemeinschaft zusammen.