Frederick-Tage an der GWS – Eine Woche im Zeichen des Lesens

In der Woche vor den Herbstferien fanden an der Gustav-Werner-Schule die Frederick-Tage statt. Bei dem in ganz Baden-Württemberg seit fünfzehn Jahren stattfindenden Literatur-Lese-Fest soll Lesefreude geweckt und aktive Leseförderung betrieben werden. So drehte sich auch dieses Jahr eine Woche lang alles ums Lesen.
Grund-, Haupt- und Gemeinschaftsschüler gestalteten die Woche individuell in ihren Klassen mit vielfältigen Aktivitäten rund ums Lesen. Es wurden gemeinsam Bücher gelesen, Lieblingsbücher mitgebracht und vorgestellt, es gab die Gelegenheit die Schulbibliothek kennenzulernen oder dort zu lesen. Überall im Schulhaus sah man Schüler in verschiedenste Bücher vertieft. Gerade durch die große Vielfalt an Büchern, die den Schülern so zugänglich gemacht werden kann, werden sie zum Lesen motiviert, da für jeden etwas dabei ist.
Am Mittwoch wurde von Eltern und Schülern ein Bücherflohmarkt organisiert. Dieser bot eine gute Gelegenheit das eigene Bücherregal auszumisten oder es mit neuem, preiswertem Lesestoff zu erweitern. Bei schönem Wetter und ausgezeichneter Bewirtung durch die Eltern fand der Bücherflohmarkt großen Anklang und an diesem Tag ging fast keiner ohne ein neues Buch nach Hause.
Am Donnerstag gab es für alle Schüler und Lehrer Pizza und überbackene Seelen, was die gemütliche Leseatmosphäre noch unterstützte.
Das besondere Highlight der Lesewoche folgte dann am letzten Tag. Die bekannten Autoren Johanna Trommer und Thommi Baake waren zu Gast, um aus ihren Büchern vorzulesen und mit den Schülern über ihre Bücher und die Arbeit als Autor zu sprechen.
Autor, Komiker und Schauspieler Thommi Baake war zu Gast bei den Grundschülern. Hier gab er seine „Spannend-Komische Lesung“ zu seinem 2010 erschienenen Buch „Erwin und die Leuchtgiraffen“ zum Besten. Das Buch enthält fünf spannende, witzige Geschichten, unter anderem von Trollen und Piraten. Baakes interaktive, lebendige Lesung mit Musik, Geräuschen, Schauspieleinlagen und viel Komik zog die Grundschüler in seinen Bann. Der Autor war jedoch nicht nur selbst aktiv, sondern band auch die Schüler in das Programm mit ein. Ein Schüler durfte beispielsweise die Geräusche einer quietschenden Tür nachmachen, alle anderen Schüler unterstützten die Lesung durch weitere Geräusche wie Wind, Poltern oder das Klirren eines Schlüsselbundes. Begeistert sangen die Kinder die Refrains der Lieder mit, die Baake ebenfalls in sein Programm eingebaut hatte. Die Grundschüler genossen die lebendige Lesung, bei der sie mal gespannt und mucksmäuschenstill zuhören, mal laut Geräusche imitieren oder aus voller Kehle singen konnten.
Für die Gemeinschaftsschüler und die Hauptschüler hielt Johanna Trommer an diesem Tag zwei Lesungen ihres aktuellen Programms „Die Magie des Lesens – Letterland 1“. In ihrem ersten Buch, dem fantastischen Abenteuerroman „Letterland – Die Diamantensaga“, geht es um die 13-jährige, Bücher über alles liebende Tinka, die das Reich „Grammaton“ und dessen Bewohner, welche lebendige Buchstaben namens „Letterlinge“ sind, retten soll. Diese sind in Gefahr, da sie ihre Energie aus der Fantasie lesender Kinder schöpfen und die Begeisterung für das Lesen schwindet. Trommer gab einen Überblick über den Inhalt und las den gebannt lauschenden Schülern aus spannenden Stellen des Buches vor. Die Autorin faszinierte die Schüler außerdem mit Erzählungen über das Reich „Letterland“ und Zeichnungen der im Buch vorkommenden fantastischen Figuren. Besonders begeistert waren die Schüler, als einige von ihnen mit Johanna Trommer zusammen eine Textstelle vorlesen durften. Passend zu den Leserollen bekamen die Schüler Kostüme, so dass sie wirklich in ihre Rolle „hineinschlüpften“. Als Belohnung bekamen sie dann eine handsignierte Postkarte mit einem Motiv aus dem Buch, die sie voller Stolz entgegen nahmen. Am Ende der Lesung hatten die Schüler noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Nachdem Johanna Trommer die vielen verschiedenen Fragen der Schüler beantwortet hatte, bekamen alle noch ein handsigniertes Lesezeichen.
Auch in diesem Jahr war die Frederick-Woche wieder ein voller Erfolg. Es wurde viel gelesen und bei vielfältigen Aktivitäten kamen die Schüler mit Literatur in Berührung und wurden zum Lesen motiviert.