Schullandheim der Sechstklässler

Vom 7. bis 10. Oktober fand das Schullandheim der Sechstklässler in der Jugendherberge Lochen bei Balingen statt.

Montag:
Bevor der Bus uns an der Schule abholte, nahmen wir alle gemeinsam unser Mittagessen in der Schulmensa ein.

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die Jugendherberge auf dem Lochen bei Balingen. Wir wurden von der Herbergsmutter begrüßt und konnten unsere Zimmer beziehen. Dann ging es auch schon bald los zu unserer ersten, kleinen Wanderung auf den Lochenstein und zum gespaltenen Fels. Der Lochenstein befindet sich fast 1000 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein toller Aussichtspunkt. Leider war die Sicht nicht optimal und wir konnten nur erahnen, wie weit man an schönen Tagen sehen kann. Danach ging es weiter in Richtung gespaltener Fels. Der Weg führte uns über schöne Heiden, auf denen Schafe grasten. Da das Wetter sehr feucht war sahen wir viele verschiedene und zum Teil sehr große Pilze. Am gespaltenen Fels angekommen konnten wir die kleine Schlucht, die sich dort gebildet hat, erkunden. Bald darauf machten wir uns dann auf den Rückweg zur Jugendherberge. Nach dem Abendessen hatte die Lerngruppe 6a einen Kletterkurs. In der kleinen Kletterhalle der Jugendherberge lernten wir Knoten, Sichern und versuchten uns an Kletterparcours in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Wir hatten dabei viel Spaß und konnten einiges dazu lernen.

Dienstag:
Am Dienstagmorgen machten wir uns um halb zehn zu unserer geplanten Tageswanderung über zwölf Kilometer auf. Nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch bergab durch den Wald erreichten wir eine Stelle, wo man Fossilien finden konnte. Viele Schüler machten auch tatsächlich tolle Funde. Eine kleine Gruppe hat ein riesiges Fossil gefunden, das nun im Klassenzimmer steht. Nachdem wir an einem nahe gelegenen Grillplatz mit kleiner Hütte eine Vesperpause eingelegt hatten, ging es weiter durch eine beeindruckende Waldlandschaft mit riesigen moosüberzogenen Felsbrocken, die uns an einen Hobbitwald erinnerten. Dann kam eines der anspruchsvollsten Stücke der Wanderung. Es ging steil bergauf zum Hörnle. Oben angekommen konnten wir leider nicht die tolle Aussicht, die dieser Punkt des Wanderwegs eigentlich bietet, genießen, da es sehr neblig war. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzten wir unseren Weg in Richtung Tieringen zum Barfußpfad fort. Unterwegs entdeckten wir sogar einen Feuersalamander an einem Brunnen, der sich wegen des kühlen Wetters nur noch sehr langsam fortbewegen konnte. Viele von uns hatten noch nie einen echten Feuersalamander gesehen und waren sehr beeindruckt. Von dem Brunnen brauchten wir noch eine halbe Stunde bis zum Barfußpark. Dieser ist 900 Meter lang und führt einen über verschiedenste Untergründe wie zum Beispiel Sand, Kies, Pflaster, Glasscherben, verschiedene Holzarten, Rindenmulch, Schlamm und einen kleinen Wasserlauf. Nachdem wir unsere Füße, die nun schön warm waren, gewaschen und unsere Schuhe angezogen hatten, ging es wieder weiter bergauf zu unserem letzten Anlaufpunkt einer Minigolfanlage mit Restaurant. Wegen des schlechten Wetters konnten wir leider nicht Minigolf spielen, dafür kehrten wir aber in dem Restaurant ein und viele von uns stärkten sich dort mit Pommes, Kroketten, Maultaschen und Getränken. Nun war die Wanderung fast schon vorbei und wir liefen noch ein Stück durch den Wald zurück zur Jugendherberge.
Dort angekommen freuten sich dann alle aufs Abendessen, denn die lange Wanderung hatte alle hungrig gemacht. Abends hatte die Lerngruppe 6b ihren Kletterkurs und die anderen spielten Tischtennis, Fußball und Gesellschaftsspiele.

Mittwoch:
Mittwochs stand einiges auf dem Programm. Mit einem Bus, der uns an der Jugendherberge abholte, fuhren wir zur Burg Hohenzollern. Da das Wetter an diesem Tag etwas besser war, sah man die beeindruckende Burg schon von weitem. Dort angekommen ging es über viele Stufen nach oben zur Burg. Im Burghof machten wir eine Vesperpause und genossen die Aussicht. Dann ging auch schon unsere Führung los. Wir erfuhren vieles über den Stammbaum der Hohenzollern bis heute. Interessant war auch, dass die Burg nie bewohnt war, sondern nur der Verteidigung und Repräsentation diente. Wir besichtigten einige Räume, in denen es viel zu sehen gab und zu denen die Burgführerin viele interessante Informationen und Geschichten zu erzählen hatte. Das Beste kam aber zum Schluss. Wir besichtigten die Schatzkammer, in der unter anderem die Krönungskrone des letzten deutschen Kaisers zu sehen ist. Dann war die Führung auch schon zu Ende und wir machten uns auf den Weg zum Bus, der uns zur Bärenhöhle brachte. Wir besichtigten die Höhle und erfuhren einiges über die Höhle und deren Entdeckung. Man kann dort sogar Bärenskelette sehen, da dort vor langer Zeit Bären gelebt haben. Die vielen Tropfsteine in der Höhle sahen zum Teil aus wie Gegenstände, einer beispielsweise wie der Weltmeisterpokal der FIFA. Unsere letzte Station an diesem Tag war die Sommerrodelbahn in Erpfingen. Auf der 1,3km langen Bahn sausten wir durch 13 Steilkurven nach unten. Alle hatten dabei einen Riesenspaß. Zurück in der Jugendherberge wartete ein weiteres Highlight auf uns. Wir durften unsere eigenen Pizzas im Holzofen backen. Jeder konnte sich so viele Pizzen wie er wollte ausrollen und belegen. Da waren wir uns alle schnell einig, obwohl das Essen allen im Schullandheim schmeckte, war die Pizza nicht zu toppen. Satt und zufrieden nutzten wir unseren letzten Abend für zahlreiche gemeinsame Aktivitäten.

Donnerstag:
Am Abreisetag packten wir gleich nach dem Frühstück unsere Sachen und putzen die Zimmer. Unser Gepäck verstauten wir in einem Raum der Jugendherberge. Da wir dann noch eine Stunde Zeit hatten, bis der Bus kam, gingen wir zum noch in den Diskoraum der Jugendherberge und machten eine Abschlussdisko. Das war für alle ein schöner Abschluss des Schullandheims. Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir glücklich aber etwas erschöpft wieder an der Schule an und wurden von unseren Eltern in Empfang genommen.