Freundlich und modern

Großer Andrang am Samstag bei der Eröffnung

Das Gedränge war groß. Viele Walddorfhäslacher wollten am Samstag bei der Eröffnung der neuen Mensa der Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule dabei sein und sehen, wie die neuen Räume geworden sind. Die Reaktionen fielen durchweg positiv aus. Voll des Lobes war Bürgermeisterin Silke Höflinger, die die neue Schulmensa als freundlich, modern, multifunktional und als »neues Zentrum der Schule« beschrieb.
Die Gustav-Werner-Schule hat sich inzwischen zu einer erfolgreichen Gemeinschaftsschule entwickelt. Vor wenigen Jahren noch schienen die Tage der früheren Hauptschule gezählt, jetzt steigen die Schülerzahlen stetig an, die Schule platzt aus den Nähten. »Die neuen Räume sind elementar wichtig für uns. Schön, dass wir sie haben«, sagt Rektor Ralf Michael Röckel.
Seit Jahresbeginn läuft die neue Mensa im Probebetrieb. Inzwischen werden dort dreimal die Woche zur Mittagszeit 80 Essen ausgegeben, donnerstags sind es sogar über 110 Essen. »Die Mensa hat sich bereits bewährt«, freut sich Röckel.
Er ist sehr zufrieden mit dem »sehr klar strukturierten Gebäudetrakt«, der nun Alt- und Neubau der Schule miteinander verbindet. Material und Farben harmonierten sehr gut miteinander. Das »Haus des Lernens« habe mit der neuen Mensa, der Schulküche und den Naturwissenschaftsräumen viele Gestaltungsmöglichkeiten erhalten.
Es sei schon beachtlich, was aus der ehemaligen Volksschule im Laufe der Jahrzehnte geworden sei: eine Gemeinschaftsschule im Ganztagesbetrieb, mit Schülern, die in drei Jahren nun zum ersten Mal die allgemeine mittlere Reife ablegen könnten und die zudem noch »gymnasiale Kompetenz« besäßen.
Für Architekt Jochen Schmid waren die vergangenen 16 Monate Bauzeit recht spannend. Man habe mit 70 Handwerkern und zehn Ingenieuren ein Werk geschaffen, »das sich sehen lassen kann«. Das Gebäude sei von Freundlichkeit, Leichtigkeit und Transparenz geprägt. Ihn habe auch die »entscheidungsfreudige Zusammenarbeit« mit Bürgermeisterin Höflinger und dem Gemeinderat gefreut.
An so einem Tag war natürlich auch politische Prominenz vor Ort. In der positiven Entwicklung der Gustav-Werner-Schule könne man ein Stück »vorausschauende Kommunalpolitik« erkennen, lobte der Landtagsabgeordnete der Grünen, Thomas Poreski, den Walddorfhäslacher Gemeinderat. Die Schule selbst fördere die Schüler optimal. Hier könnten sich »Käpsele, Spätzünder und Träumer« gleichermaßen gut entwickeln. »Die Schule ist ein Zipfel von einer besseren Welt.« Die Gustav-Werner-Schule habe ihre große Chance als Gemeinschaftsschule genutzt, meinte auch der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler. Die Schule habe sich toll entwickelt, sie sei ein »Leuchtturm in unserer Bildungslandschaft«, was vor allem am Engagement von Rektor Röckel läge. Ohne ihn gäbe es »die Schule nicht, wie man sie heute kennt«.
Natürlich begleitete am Samstag die Eröffnung der Mensa auch ein reichhaltiges Beiprogramm. Der Schulchor unter Leitung von Gudrun Schaal sang zwei Essenslieder, passend zum Ambiente der Mensa. Dieser Vorgabe folgten auch die singenden und trommelnden Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs unter Leitung von Inken Zyschka. Außerdem zeigte die Klasse 7b mit einem französischen Sketch, dass in der Gemeinschaftsschule nun auch eine zweite Fremdsprache gelehrt wird. Außerdem sprachen die beiden evangelischen und katholischen Pfarrer Hartmut Dinkel und Dietmar Hermann gemeinsam ein Segensgebet für das neue Gebäude. Anschließend konnten sich die zahlreichen Gäste in der Mensa mit leckerem Essen aus der Schulküche versorgen und sich ausgiebig einen Eindruck von den neuen Räumen verschaffen. (GEA)