Bis jetzt alles wunderbar

Die Gustav-Werner-Schule Walddorfhäslach feierte gestern das Richtfest für ihren neuen Schultrakt.

Der 35 Meter lange und 18 Meter breite Rohbau steht. Gestern wurde nun Richtfest gefeiert und Ende des Jahres sollen die ersten Kinder in den neuen Schultrakt der Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule, deren Schülerzahl inzwischen auf über 430 angestiegen ist, einziehen. Dass das Geld der Gemeinde gut angelegt ist, davon ist Rektor Ralf-Michael Röckel überzeugt: »Wer in Bildung investiert, bekommt die beste Rendite«, erklärte gestern bei der Feier auf der Baustelle.

Und in der Tat, Walddorfhäslach lässt sich die Bildung einiges kosten. Die neue Mensa, die Umgestaltung von Klassenräumen, Bushaltestellen vor den Schulen in Walddorf und Häslach, An- und Neubau der Gustav-Werner-Schule – für »die Sicherung des Schul- und Bildungsstandorts« investiert die Gemeinde insgesamt vier Millionen Euro.

»Das ist eine stolze Summe für eine Gemeinde unserer Größenordnung«, betonte Bürgermeisterin Silke Höflinger gestern. Allerdings hofft sie auch auf rund 2,5 Millionen Euro Fördermittel vom Land.

Für Höflinger zeigt der Neubau der Gustav-Werner-Schule eine »klare und eindeutige Struktur«. Er besitzt sechs Klassenzimmer mit einer Größe von 60 Quadratmetern. Dazu kommen entsprechend dem Konzept der Gemeinschaftsschule noch sechs Differenzierungsräume mit je 30 Quadratmetern. Außerdem weist das neue Gebäude noch Technik-räume, Besprechungszimmer, Sanitäranlagen und einen Aufzug auf.

Die sechs Klassenzimmer im Neubau werden alle mit Beamer und W-Lan ausgestattet sein. Der Vorteil: Die Schüler müssen später einmal für den Unterricht am Computer nicht mehr immer in den derzeitigen Computerraum umziehen, sondern können dann im eigenen Klassenzimmer am Computer arbeiten.

»Bis jetzt lief alles wunderbar«, erklärte Architekt Jochen Schmid. Der Bau sei im Zeitplan und werde voraussichtlich auch deutlich kostengünstiger als gedacht: »Nicht jeder öffentliche Bau muss am Ende unbedingt teurer werden.«

Es sei eine intensive Planungsphase von eineinhalb Jahren gewesen, »eine spannende und lange Vorlaufzeit«, so Schmid weiter. Doch danach ging es schnell. Schmid: »Erst vor vier Monaten war der erste Spatenstich.« Und gestern schon das Richtfest für den Rohbau.

Auf den Fertigstellungstermin wollte sich Schmid am Donnerstag aber noch nicht festlegen. Dies hänge auch davon ab, wie jetzt der Winter werde. Lehrer, Eltern und Schüler konnte er aber mit einem Schmunzeln beruhigen: »«So lange wie beim Flughafen in Berlin wird es sicher nicht dauern.«

Es steckt viel Masse in dem Neubau der Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule. Nach Auskunft Schmids wurden die Ladungen von 120 Betonmischern und insgesamt 80 Tonnen Stahl verbaut.

Das Interesse für den Schulneubau war gestern groß. Viele Menschen drängten sich in den Räumen. Unterhalten wurden sie vom Schulchor der Gustav-Werner-Schule unter Leitung von Lehrerin Gudrun Schaal. Der Chor hatte sogar ein eigenes Lied fürs Richtfest getextet. »Ratter, Rumpel, zisch und knall« hieß es darin. Diese Zeilen beschrieben sicher sehr treffend, wie es auf der »Lieblingsbaustelle im Ort« (Röckel) in den vergangenen Monaten zugegangen ist. Ganz so laut wird es sicher in den kommenden Monaten auf der Baustelle nicht mehr zugehen, denn jetzt folgt erst einmal der Innenausbau. (GEA)